Notre engagement

Honduras 2018

Peace Watch Switzerland (PWS)

PWS ist eine Schweizer Verein, der sich für die Einhaltung der Menschenrechte und der Förderung des Friedens im In- und Ausland einsetzt. Wir bilden freiwillige Menschenrechtsbeobachter für Projekte in Palästina/Israel, Guatemala, Kolumbien und Honduras aus und beauftragen diese. Seit der Gründung im Jahr 2001 wurden in der Schweiz mehr als 600 Freiwillige für drei Monatige bis hin zu einjährigen Einsätzen in internationalen Teams ausgebildet. PWS sucht, wählt und bereitet Freiwillige in der Schweiz in Trainings darauf vor, die an einer Menschenrechtsbeobachtungsmission interessiert sind. Darüber hinaus leistet PWS in der Schweiz kontinuierliche Informations-, Kommunikations- und Aufklärungsarbeit.


Unsere Ziele & Grundsätze

UNSERE ZIELE
* Schutz durch internationale Präsenz, Beobachtung und Begleitung
* Stärkung lokaler, friedensfördernder Kräfte und gewaltfreier Initiativen
* Vernetzung friedensfördernder Kräfte
* Sensibilisierung, Information und Aufklärung in der Schweiz durch Einsatzleistende nach ihrer Rückkehr
* Brücken bauen zwischen den Zivilgesellschaften dort und hier

UNSERE GRUNDSÄTZE
* Menschrechtsbeobachtung erfolgt auf Anfrage aus den Konfliktregionen
* Respektierung der kulturellen, religiösen und gesellschaftlichen Regeln
* Respektierung der nationalen Gesetze
* Keine Einmischung in die Konflikte
* Es gilt die Allparteilichkeit (oder Unparteilichkeit)
* Die Einsätze sind offiziell und transparent
* Wir realisieren keine Hilfsprojekt


Beobachtung und Begleitung für die Einhaltung der Menschenrechte

In Projektdokumenten bezieht sich PWS im Allgemeinen auf die Einhaltung der Menschenrechte. Die konkrete Arbeit besteht jedoch aus Beobachtung und Begleitung und Beobachtung im Alltagsleben, bei Ereignissen und Prozessen. PWS Freiwillige begleiten Menschenrechtsverteidigern, Gruppen oder Einzelpersonen, die internationale Unterstützung für ihren persönlichen Schutz benötigen, als Verstärkung bei Verwaltungsverfahren oder wenn Verhandlungen nötig sind. Diese internationale Begleitung ist ein Instrument zur Friedenskonsolidierung, mit dem bedrohte Personen, Organisationen oder Gemeinschaften, die dies wünschen, durch eine schützende externe Präsenz geschützt werden. Dieses Instrument zielt darauf, durch die reine Beobachtung und Anwesenheit unbewaffneter ausländischer Zeugen potenzielle Gegner abzuwehren. Der Erfolg der internationalen Unterstützung hängt dabei stark von der politischen Situation in der Krisenregion ab und es ist stets eine Risikoanalyse erforderlich, um deren Auswirkungen regelmässig bewerten zu können.


Unser Rechtsrahmen im Bereich der Menschen- und Grundrechte

Die internationale Einhaltung der Menschenrechte erfordert eine Rechtsquelle. PWS und seine lokalen Partnerorganisationen verweisen auf die allgemein anerkannten Menschenrechte und die Verfassungsrechte der jeweiligen Projektländer. Die internationale Menschenrechtsbeobachtung passt sich den lokalen Gegebenheiten an: PWS meldet Verletzungen der Menschenrechte oder der Grundrechten jeweils zeitlich und örtlich wo diese auftreten, unabhängig von der jeweiligen Konfliktpartei die dies begeht. Internationale Menschenrechtsbeobachtung ist nicht parteipolitisch, sondern in der Praxis und den lokalen Umständen nach häufig auf der Seite schwacher und benachteiligter Menschen, deren Rechte regelmäßig und systematisch verletzt oder nicht beachtet werden.


Die Beobachtung der Einhaltung der Menschenrechte ist Teil der Konflikttransformation und der Friedenskonsolidierung

PWS sieht seine eigene Arbeit als Teil einer konzertierten Strategie zur Konflikttransformation und durch die Förderung von Friedensstrategien, in denen verschiedene Akteure beteiligt sind von privater, nationaler, internationaler und multilateraler Seite. Wir arbeiten eng mit Partnerorganisationen in den Einsatzländern und sind Mitglieder von Netzwerken und Plattformen mit ähnlichen Zielen. Wir stehen dabei in ständigem Austausch mit dem Schweizer Zentrum für Friedensförderung (KOFF), der Sicherheitsabteilung Mensch (DSH) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des Bundes (DEZA). Ende 2013 wurde unter der Leitung des EDA für im Ausland tätige Schweizer Vertretungen Leitlinien an Botschaften und DEZA-Kooperationsbüro verteilt um Menschenrechtsbeobachtende besser zu schützen. Dieses Dokument betont, wie wichtig die Arbeit von PWS ist, als Teil des Beitrags des Bundes und seinen Anstrengungen im Bereich der Einhaltung der Menschenrechte. PWS sieht sich auch als lernende Organisation und will seine Arbeit nach geltenden Qualitätsstandards verrichten. Dabei soll das Wissen aus diesem Bereich auch verwendet werden, um kontinuierlich die Wirkung unserer Arbeit zu verbessern.

Titelbild: © Christophe Egger