Honduras

PWS Honduras: Filmbericht zum Programm ACO-H

PWS Honduras hat ein Video über die internationale Menschenrechtsbegleitung im Programm ACO-H produziert. Der Film zeigt die Situationen von Menschenrechtsverletzungen, die PWS begleitet. Personen aus den betroffenen Gemeinden sowie Vertreter*innen von Kooperationspartnern wie HEKS oder die DEZA kommen zu Wort. Der Film konnte dank einer Finanzierung durch das KoBü der DEZA in Honduras realisiert werden.

Kontext

Honduras ist geprägt von Armut, Ungleichheit und einem eklatanten Mangel an menschlicher Sicherheit. Dazu kommen Korruption und eine erschreckende Straflosigkeit. Über 95% der Gewalttaten werden nicht aufgeklärt. Die Regierung wurde 2017 verfassungswidrig und unter intransparenten Umständen wiedergewählt. Sie vergibt grosszügig Investitionslizenzen in die extraktive Industrie, die Energiegewinnung, und die Agrar- und Tourismusindustrie. Mehr zum Kontext

Projekt

Damit sie im Kampf um ihre Menschenrechte und verfassungsmässigen Rechte nicht chancenlos bleiben, sind Menschenrechtsverteidiger*innen, Basisorganisationen und bäuerliche Gemeinschaften auf internationale Begleitung angewiesen. Zivilgesellschaftliche Organisationen in Honduras bitten deshalb die internationale Gemeinschaft um ihre Anwesenheit im Land. Nur internationale Präsenz und Beobachtung können bewirken, dass sie im Kampf um die Ressource Land und die Erhaltung ihres Lebensraums Visibilität und eine Stimme erhalten. Genau hier setzt internationale Menschenrechtsbeobachtung und –Begleitung an, so auch diejenige von Peace Watch Switzerland in Honduras. Mehr zum Projekt

Einsatz

Einsätze in Honduras dauern mindestens sechs Monate. Das internationale Team von Menschenrechtsbegleiter*innen von PWS in Honduras besteht aus 4 – 6 Freiwilligen aus der Schweiz, aus Europa, sowie Nord- und Südamerika. Zeitweise beteiligen sich auch honduranische Freiwillige an der Menschenrechtsbegleitung. Koordiniert werden die Einsätze von der honduranischen Projektequipe: dem PWS-Leiter und Vertreter in Honduras, dem Einsatzkoordinator und der Verantwortlichen für Finanzadministration. Das PWS-Büro und die Wohnung für das internationale Team befinden sich in der Hauptstadt Tegucigalpa. Von dort aus werden die mehrtägigen Begleitbesuche der Gemeinschaften und Menschenrechtsverteidiger*innen, sowie Begleitungen zu Behördengängen oder Gerichtsverhandlungen begonnen. In der Hauptstadt und in anderen Regionen finden punktuell auch Begleitungen von Gerichtsverhandlungen statt. Die Berichte der Begleitbesuche werden im Projekt systematisiert. Sowohl die direkte Begleitung, als auch die Öffentlichkeitsarbeit basieren auf den Prinzipien der Unparteilichkeit und Nichteinmischung. Im Mittelpunkt stehen die Menschenrechte und das Völkerrecht.

Beginn und Ende eines Einsatzes werden individuell vereinbart.

  • Sehr gute mündliche und schriftliche Spanischkenntnisse (Niveau B1 erforderlich).
  • Mindestalter: 25 Jahre
  • Physische und psychische Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit: Bereitschaft und Fähigkeit, in einem internationalen Team zu arbeiten und zu leben
  • Interkulturelle Fähigkeiten: Bereitschaft und Fähigkeit, sich mit den kulturellen und politischen Realitäten in Honduras vertieft auseinanderzusetzen
  • Bereitschaft, in einfachen Verhältnissen bei den Gemeinschaften auf dem Land jeweils einige Tage zu verbringen
  • Bereitschaft und Fähigkeit, sich vor dem Einsatz aufgrund der Unterlagen von PWS im Eigenstudium einzulesen
  • Gute PC-Kentnisse und Vertrautheit im Umgang mit Kommunikationsmedien (E-Mail, Smartphone, Skype)

Öffentlichkeitsarbeit
Die Einsatzleistenden sind bereit, während und nach dem Einsatz einen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit von PWS zu leisten. Dieser ist fester Bestandteil des Mandats der PWS-Einsatzleistenden in Honduras.

Versicherungen und Impfungen
Kranken- und Reiseversicherung sowie Impfschutz sind in der Verantwortung der Einsatzleistenden.

Eigenverantwortung
Die PWS-Menschenrechtsbegleitenden werden in eine Konfliktregion entsendet. PWS und die Projektverantwortlichen vor Ort tun ihr Möglichstes, um Einsatzleistende gut auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Die Situation in den einzelnen Regionen wird ununterbrochen evaluiert, damit allfällige Risiken so gering wie möglich gehalten werden können. Da ein gewisses Restrisiko nicht ausgeschlossen werden kann, liegt der Entscheid, dieses auf sich zu nehmen, bei den Einsatzleistenden selbst.

Die Vorbereitung auf einen Einsatz wird individuell zwischen interessierten Personen und PWS in der Schweiz und dem PWS-Team in Honduras vereinbart.

Bei Interesse an einem Einsatz nehmen Sie bitte mit dem Projektverantwortlichen Kontakt auf.

Flyer zu Übergriffen gegen Menschenrechts-verteidiger*innen und den Umgang damit

Menschenrechtsverteidiger*innen in Honduras erleben oft Belästigungen und Übergriffe. Darum haben die Organisationen, die im Programm zur Stärkung der Menschenrechte in Honduras zusammenarbeiten, gemeinsam einen Flyer entworfen, der die Arten von Belästigung benennt und die Betroffenen dieser Übergriffe stärkt.

Ursachen für Landvertreibung in Hondruras

Diese Kurzreportage von PCS Latin zeigt die Ursachen und begünstigenden Faktoren von Landvertreibung in Honduras auf.

Bilder © Christophe Egger & Peace Watch Switzerland