Wasserkraft in Ixquisis: Entwicklung oder Untergang für die lokale Maya-Bevölkerung?

H7 - Hirschengraben 7 (beim Kunsthaus)
8001 Zürich
Schweiz

11. November 2019, 18:30 - 20:00

Seit über 10 Jahren leisten 23 Dörfer der Region Ixquisis im Bezirk San Mateo Ixtatán (Huehuetenango) gewaltfreien Widerstand gegen drei Wasserkraftprojekte. Die Situation spaltet die Maya-Chuj-Bevölkerung an der Grenze zu Mexiko zunehmend. Auf den ersten Blick handelt es sich um einen klassischen Ressourcenkonflikt, in dem indigene Bewegungen gegen ein Konglomerat aus Unternehmen, Sicherheitskräften und korrupten Politikern ankämpfen und sich für die Integrität ihres Gebiets und ihr Recht auf Wasser einsetzen. Bei näherer Betrachtung ist die Lage wesentlich komplexer: Welche Rolle spielen die Vergangenheit und die lokalen Machtverhältnisse? Welchen Einfluss haben ausländische Banken und der allgegenwärtige Entwicklungsdiskurs?In der Feldforschung für seine Masterarbeit ist Manuel Respondek diesen Fragen nachgegangen. Er studiert Anthropologie und Konfliktforschung an der Universität Marburg. 2017 leistete er mit Peace Watch Switzerland einen Einsatz in Guatemala.Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Eintritt frei, Kollekte zu Gunsten unseres Fonds zur Unterstützung von Menschenrechtsverteidiger*innen in Guatemala.

Flyer_Guatemalanetz