Juni 2017

 

Liebe Leserinnen und Leser

Bevor Sie (und wir) in die wohlverdienten Sommerferien verreisen, möchten wir Ihnen nochmals Informationen und Nachrichten aus den PWS-Projektregionen Guatemala, Kolumbien und Israel/Palästina zukommen lassen.

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit! Denjenigen, die Peace Watch etwas besser kennen lernen und einen Blick hinter die Fassade werfen möchten, empfehlen wir die Lektüre unseres Jahresberichts.

Wir wünschen allen einen wunderschönen Sommer!

Das Peace Watch-Team

 

VERANSTALTUNGEN

Fall CREOMPAZ: langwierige Suche nach Gerechtigkeit. Die PWS-Freiwillige Cécile Bannwart hat während sieben Monaten Angehörige von Opfern von Massakern aus Bürgerkriegszeiten in Guatemala begleitet. Am 24. Juni erzählt sie im Anschluss an die Mitgliederversammlung vom Guatemalanetz Zürich darüber und informiert über die Hintergründe des sog. Falles CREOMPAZ (auch für Nicht-Mitglieder). Flyer

 

Die Ausstellung «Zaungäste» über die Arbeit der ökumenischen Menschenrechts-begleiterInnen in Israel und Palästina (EAPPI) ist vom 4. bis 22. September in Adligenswil (LU) zu sehen. Im Rahmenprogramm erzählt ein Freiwilliger aus der Schweiz von seinen Eindrücken und Erfahrungen als Menschenrechtsbegleiter. Weitere Infos

 

«Unterwegs für Menschenrechte – PWS Informationsveranstaltung» Donnerstag, 21. September 2017, Zentrum Karl der  Grosse, Kirchgasse 14 (beim Grossmünster), Zürich. 18.30 – 21.00 Uhr 

Trainingsdaten:  Peace Watch Switzerland sucht Freiwillige für 4 – 6-monatige Einsätze in Kolumbien, Guatemala und Israel/Palästina. Die Vorbereitungstrainings finden für

Israel/Palästina vom 17. bis 23. September 2017 und für

Lateinamerika vom 18. bis 22. Oktober statt. Infos und Anmeldung

 

GUATEMALA

«In Guatemala werden Grossprojekte mit allen Mitteln durchgesetzt. Staat und Justiz stehen oft auf der Seite des Stärkeren.» Das schreibt ein PWS-Freiwilliger aus Guatemala auf unserem Blog über den Widerstand der lokalen Bevölkerung in San Pablo, im Departement San Marcos. Anhand dieses Beispiels, bei dem es um die Realisierung eines Wasserkraftwerks geht, erklärt der «Acompañante», wie die Bevölkerung hinters Licht geführt, gekauft und gespalten wird. Einen Hintergrundtext dazu gibt es auch auf dem Blog von ACOGUATE (auf Spanisch).

Im Fall von Angélica Choc, in dem es um den Mord an ihrem Ehemann Adolfo Ich sowie die schwere Verletzung von German Chub ging, wurde am 6. April 2017 das Urteil gefällt: Der Angeklagte, Mynor Padilla, wurde freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft, die internationale Kommission gegen Straflosigkeit in Guatemala (CICIG) und Klägerin Angélica Choc legten am 1. Juni dagegen Rekurs ein.

Im Interview mit ACOGUATE – dem zweiten einer Serie von Interviews mit Frauen, die sich als Menschenrechtsverteidigerinnen engagieren, erzählt Angélica Choc von ihrem Leben als Menschenrechtsverteidigerin und woher sie als Frau die Kraft nimmt für ihren Kampf. Das Interview kann auf Spanisch und in deutscher Übersetzung gelesen werden.

Eine PWS-Einsatzleistende berichtet über die Hintergründe des Falls sowie von einer Gedenkfeier, die Angélica Choc anlässlich des Tags der Mutter Erde am 22. April ausgerichtet hat.

ACOGUATE sucht auf Anfang September 2017 eine/n Gender- und Empowerment-Beauftragte/n. Bewerbungsschluss ist der 2. Juli. Stelleninserat

 

PALÄSTINA / ISRAEL

Eine EAPPI Freiwillige im Einsatz hat an einem ihrer freien Tage die mobile Klinik der Physicians for Human Rights besucht und in Blog die beeindruckende Arbeit dieser Organisation vorgestellt. Diesen Eintrag sowie den Bericht über ihren Besuch im Friedenstheater in Jenin und das Interview mit einer palästinensischen Friedensaktivistin können Sie auf dem EAPPI-Blog «unterwegsmiteappi» nachlesen. Letzte Woche sind bereits die nächsten beiden Einsatzleistenden aus der Schweiz wohlbehalten in Jerusalem angekommen.

In einem offenen Brief rufen die palästinensischen Christen und Christinnen den Ökumenischen Rat der Kirchen und die ökumenische Bewegung zu Solidarität auf in diesem scheinbar «unmöglichen Moment». Das gesamte Dokument auf Englisch findet sich hier.

 

KOLUMBIEN

Kürzlich sind zwei Artikel des ehemaligen PWS-Freiwilligen Leonard Maue zur Lage der MenschenrechtsverteidigerInnen in Kolumbien erschienen; im Februar im «à propos» vom KOFF und im Mai im deutschen Magazin «matices».

Ausserdem hat die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien (ASK!) Ende Mai einen Schattenbericht mitinitiiert, welcher sich auf den Nachhaltigkeitsbericht von Glencore bezieht und mit Fallbeispielen aus Argentinien, Bolivien, Kolumbien und Peru die Aktivitäten des Konzerns mit Sitz in der Schweiz kritisch beleuchtet. An den Fallbeispielen in Kolumbien hat auch die kolumbianische Partnerorganisation von PWS, Pensamiento y Accion Social (PAS) mitgearbeitet. PWS begleitet seit Beginn 2017 zusammen mit PAS die Gemeinschaft El Hatillo, welche von der Umsiedlung aufgrund der Glencore Mine betroffen ist. Zu El Hatillo hier ein weiterer Artikel von Stephan Suhner von der ASK!

Was braucht es, damit wirklich Frieden herrscht in Kolumbien? Dieser Frage gehen wir im Interview mit der PWS-Projektkoordinatorin in Kolumbien im PWS-Info vom Juli nach. Falls Sie die Post von PWS noch nicht erhalten, sie aber gerne bekommen würden, teilen Sie uns das bitte mit. Wir verschicken zwei Mal pro Jahr ein PWS-Info mit einem thematischen Fokus sowie den Jahresbericht. 

 

ALLGEMEIN

Kriegswaffen-Initiative

Die Schweiz liefert Waffen in alle Länder, in denen PWS-Freiwillige als Menschenrechts-beobachterInnen tätig sind. Die Schweiz produziert und exportiert aber nicht nur selbst Kriegsmaterial, sie finanziert dessen Produktion auch im Ausland. Schweizer Banken und Pensionskassen investieren jährlich dreistellige Millionenbeträge in Rüstungskonzerne, die unter anderem international geächtete Waffen wie Atomwaffen oder Streumunition herstellen. Deshalb unterstützt Peace Watch die von der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GsoA) lancierte «Kriegsgeschäfte-Initiative». Hier können Unterschriftenbögen heruntergeladen werden, hier kann online unterschrieben werden.

Konzernverantwortungsinitiative

Möchten Sie sich für die Konzernverantwortungsinitiative (Kovi) engagieren? Die Kovi, die PWS mitträgt, sucht HelferInnen für einzelne Aktivitäten. Mehr...

 

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