März 2017

 

Liebe Leserinnen und Leser

Dieser PWS Newsletter erscheint nicht zufällig am 8. März, dem Internationalen Frauentag! Wir möchten damit speziell auf die Situation von Frauen in den Konfliktgebieten hinweisen, in denen die MenschenrechtsbegleiterInnen von Peace Watch Switzerland aktiv sind. Sowohl in Guatemala und Kolumbien wie auch in Palästina/Israel sind Frauen als MenschenrechtsverteidigerInnen und als Akteurinnen im gewaltlosen Widerstand geschlechtsspezifischer Gewalt und Kriminalisierung ausgesetzt. Sie in ihrem Engagement zu ermutigen und unterstützen, ist eine der Aufgaben der PWS-Freiwilligen. Lesen Sie die Beiträge unserer Freiwilligen in diesem Newsletter und auf den Blogs. 

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung,

das Peace Watch-Team

 

VERANSTALTUNGEN

«Die bedrohliche Realität in Guatemala» Bischof Ramazzini berichtet über den Widerstand gegen Land Grabbing. Mittwoch, 15. März 2017, 19 Uhr, Bern | Donnerstag, 16. März 2017, 19 Uhr, Zürich Veranstaltungsflyer

«Hotspot Hebron» Sandra Perego berichtet im Café Palestine von ihrem 3-monatigen Einsatz als ökumenische Menschenrechtsbegleiterin. Sonntag, 27. März 2017, 18 Uhr, Bäckeranlage Zürich (ab 17 Uhr palästinensisches Essen) Flyer

«Unterwegs für Menschenrechte – PWS Informationsveranstaltung» Samstag, 18. März 2017, Foodways Consulting, Bollwerk 35, 3011 Bern, 13.30 – 16.30 Uhr

 

FILM

«Blumen zwischen Trümmern» Seit 15 Jahren reisen die Schweizer Psychoanalytikerin Ursula Hauser und die Ärztin Maja Hess, u.a Referentin in den PWS-Vorbereitungstrainings, regelmässig nach Gaza. Dort unterstützen sie palästinensische Psychologinnen und Psychologen in der therapeutischen Arbeit mit ihrer Bevölkerung. www.srf.ch/sendungen/dok/blumen-zwischen-truemmern-zwischen-gewalt-und-hoffnung-in-gaza

noch bis 17. März im Internet

GUATEMALA 

ACOGUATE publizierte soeben ein Interview mit der indigenen Bürgermeisterin und Führungsperson von COMUNDICH (Koordination der Vereinigungen und Gemeinden für die integrale Entwicklung der Maya-Ch’orti´-Bevölkerung), Elodia Castillo Vásquez. Es ist das erste einer Serie von Interviews mit Frauen, die sich als Menschenrechtsverteidigerinnen engagieren.

Die MenschenrechtsbeobachterInnen von ACOGUATE, darunter auch eine PWS-Freiwillige, begleiten Angélica Choc in der Schlussphase des Prozesses, in dem es um die Ermordung ihres Mannes geht. Während der Prozess sich in die Länge zieht, wird über eine allfällige Beteiligung der Armee an dem Mord ermittelt. Mehr

Ebenfalls auf dem Blog von ACOGUATE findet sich eine informative Zusammenfassung der Situation der MenschenrechtsverteidigerInnen im vergangenen Jahr (auf Spanisch).

Mitte Januar wurden zwei Personen, die sich gegen Megaprojekte auf ihrem Territorium engagierten, getötet. Die eine, Sebastián Alonso Juan, gehörte den Gemeinschaften in Ixquisis im Departement Huehuetenango an, die sich gegen Wasserkraftprojekte wehren und von ACOGUATE begleitet werden. Mehr (Einträge vom Januar und März)

Zum Mord in Huehuetenango gibt es eine Eilaktion von NISGUA (Mitglied von ACOGUATE) sowie einen Hintergrundartikel auf dem Blog von ACOGUATE (auf Spanisch).

Mitte März beginnen vier PWS-Freiwillige ihren Einsatz in Guatemala. Lesen Sie ihre Berichte auf unserem Blog.

 

PALÄSTINA / ISRAEL

„Vielfältig und Widerständig“ charakterisiert unsere Freiwillige im Jordan Valley die palästinensischen Frauen und erzählt in ihrem Blog zum 8. März die Geschichten von einigen Frauen, die sie während ihrem Einsatz mit EAPPI kennengelernt hat.

Die von EAPPI begleitete Beduinensiedlung Al Khan al Ahmar steht unmittelbar vor der Räumung. 42 Gebäude, darunter die berühmte „Tyre school“ sollen zerstört werden. Damit wäre Israel der Annexion des Gebietes E1 erneut einen Schritt näher, welches das Gebiet zwischen Jerusalem und der israelischen Siedlung Ma’ale Adumim verbindet. Auf nationaler und internationaler Ebene laufen Bestrebungen, diese Zerstörung zu verhindern.

Am 26. Februar  wurde der Generalsekretär des Weltkirchenrats (ÖRK), Rev. Dr Olav Fykse Tveit, vom palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas empfangen. In ihrem Gespräch wurde auch die Wichtigkeit von EAPPI betont. Mehr darüber in der Presseerklärung des ÖRK.

Im Moment sind vier PWS-Freiwillige im Einsatz in Palästina/Israel. Ihre Berichts lesen sie auf dem deutschen bzw. französischen Blog.

 

KOLUMBIEN

Am Internationalen Tag der Frau möchten wir den Ffokus auf die Rolle der Frauen im internen Konflikt in Kolumbien - und insbesondere in der Projektregion Magdalena Medio richten. Exemplarisch dafür steht die Organisation OFP (Organización Femenina Popular). Seit 2016 begleitet PWS die Frauenorganisation punktuell. Hier ein erster Bericht des neuen Teams von PWS, Deborah und Antonin.

In Europa ist der kolumbianische Friedensprozess seit der Unterzeichnung des Vertrages weitgehend aus der Nachrichtenwelt verschwunden. Von einem wirklichen Frieden ist das Land jedoch weit entfernt. Die Regierung hat Verhandlungen mit der zweitgrössten Guerilla, der ELN begonnen. Auch die offizielle Schweiz wird dort eine Rolle spielen, lies dazu den offenen Brief von Schweizer Organisationen an das EDA. Die politischen Schwierigkeiten auf dem Weg zum Frieden wird gut in diesem Artikel der Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien (ASK) beschrieben.

 

STELLENAUSSCHREIBUNG

Der Verein Konzerninitiative (Kovi), dem auch PWS angehört, sucht per Mitte Mai 2017 eine Praktikantin/ einen Praktikanten für ihr Büro in Bern. Die Anstellung ist auf sieben Monate befristet und beträgt 60%, Bewerbungsschluss ist der 10. März. Stellenausschreibung

 

Peace Watch Switzerland

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