PWS Newsletter Juli 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

Bevor die Sommerpause beginnt, möchten wir Sie über aktuelle Geschehnisse aus unseren Einsatzregionen informieren und auf unsere Herbst-Infoveranstaltungen hinweisen.

 

In der Schweiz

Infoveranstaltungen für zukünftige MenschenrechtsbeobachterInnen:

Bern: Samstag, 19. September 2016, 13.30 bis 16.30 Uhr, Foodway Consulting, Bollwerk 35, Bern

Zürich: Samstag. 1. Oktober 2016, 13.30 bis 16.30 UhrAKI, Hirschengraben 86 (über dem Central), Zürich, 

 

Freiwillige für Fundraising-Aktionen in der Schweiz gesucht

Im April 2015 war die Konzernverantwortungs-Initiative (Kovi) initiiert worden. PWS unterstützte als Mitglied des Vereins Konzernverantwortungsinitiative das Anliegen von Beginn weg und sammelte auch Unterschriften. Nun ist die Kovi mit über 140‘000 gültigen Unterschriften zustande gekommen und wird am 10. Oktober eingericht.

Wir suchen weiterhin Freiwillige, die Zeit und Lust haben, ein kleines Projekt zur Mittelbeschaffung für den PWS-Beitrag an die Arbeit des Vereins Kovi zu lancieren und durchzuführen (Crowdfunding, Strassenaktionen, ..., der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt). Interessierte melden sich bitte bei admin@peacewatch.ch

 

Neuigkeiten aus den Projekten und Projektregionen :

Honduras - neuer Mord

 

Lesbia Yaneth Urquía, eine Gemeindeaktivistin von Marcala, La Paz, und Mitglied des Rats der indigenen Völker Honduras  (COPINH) wurde vor zwei Tagen ermordet. Die Aktivistin engagierte sich unter anderem gegen den Bau des Staudammes Aurora I im Landkreis San José. Eigentümerin des für den Staudamm verantwortlichen Unternehmens ist Gladys Aurora López, Präsidentin der aktuell regierenden nationalen Partei und Vizepräsidentin des honduranischen Kongresses.

Interview mit'Olivia Zúñiga (Tochter von Berta Caceres) über die Morde und die Situation der sozialen Konflikte in Honduras

Kolumbien

 

Am 22. Juni haben in Havanna, Kuba, die FARC-Guerilla und die kolumbianische Regierung ein Abkommen über einen bilateralen Waffenstillstand unterzeichnet. Die Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien hat dazu eine ausführliche Analyse veröffentlicht.

©Reuters

Guatemala

In den letzten Wochen wurden mehrere MenschenrechtsverteidigerInnen und ein Journalist in Guatemala angegriffen. Vier von ihnen wurden umgebracht. Damit mussten in der ersten Jahreshälfte 2016 bereits neun MenschenrechtsverteidigerInnen ihr Engagement mit dem Leben bezahlen. Weiter…

Zahlreiche spannende Texte und Berichte von PWS-Freiwilligen in Guatemala können auf unserem Blog nachgelesen werden – so z. B. über den Marsch des Wassers, den Welttag des Buches oder die fünfte Wiederaufnahme des Genozidprozesses. Weiter…

Seit dem letzten Newsletter haben wir verschiedene Infos und Hintergrundartikel zum Thema «Megaprojekte und Menschenrechte» auf unsere Website gestellt: Das Verfassungsgericht entschied die Annullierung von sechs Bergbaulizenzen im Westen des Landes, in der Region Ixcán entwickelte sich der sozio-ökologische Konflikt rund um das Wasserkraftwerk Xalalá und in Huehuetenango wehrten sich AnwohnerInnen mit der «Karawane für die Würde» gegen Wasserkraftwerke. Weiter… Hintergrundartikel zu diesem Thema finden sich auch auf dem Blog von ACOGUATE (auf Spanisch).

Israel-Palästina

Während vor einem Jahr und nicht zuletzt durch einem Spezialeinsatz kurzfristig angereister EAPPI-Freiwilliger und einer internationalen Kampagne die Räumung und Zerstörung des Dorfes Susiya südlich von Hebron verhindert werden konnte, haben am 19. Juni, mitten im Fastenmonat Ramadan, Bulldozer der israelischen Armee mehrere Gebäude in Susiya zerstört. Amira Hass schreibt in der israelischen Tageszeitung Haaretz darüber.

Anlässlich seiner jüngsten Tagung, die vom 22. bis 28. Juni im norwegischen Trondheim stattfand, beschloss der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), im Jahr 2017 eine internationale ökumenische Konferenz einzuberufen, um das "ökumenische Zeugnis für einen 'Frieden in Gerechtigkeit' für Israelis und PalästinenserInnen" zu betonen. Zum Communiqué des ÖRK

Ökumenische BegleiterInnen erzählen über die schwierige aktuelle Lage in Hebron und Yatta (auf Englisch).

Ausbildung

swisspeace und die Universtiät Basel bieten dieses Jahr zum vierten Mal den Jahreskurs CAS Civilian Peacebuilding Essentials an. Wichtiger Pfeiler des Kurses ist der Austausch mit Berufstätigen aus diversen Bereichen der EZA, humanitären Hilfe, Friedensförderung, welche in internationalen Organisationen, NGOs oder der Verwaltung tätig sind.

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit! Wir wünschen allen einen schönen Sommer.

Mit herzlichen Grüssen, das PWS-Team

Diese Newsletter erscheinen unregelmässig, wenn Sie auch zwischendurch über die Arbeit unserer freiwilligen MenschnrechtsbegleiterInnen lesen möchten, empfehlen wir Ihnen die Blogs https://unterwegsmiteappi.wordpress.com/ mit Berichten aus Palästina/Israel / https://unterwegsfuermenschenrechte.wordpress.com/ mit Berichten aus Guatemala und Kolumbien.

07.07.2016

 
 

News

Zur Lage in Honduras

Zum 8. März 2017 und mit Blick auf die besorgniserregenden Ereignisse in Honduras hat die...



Der Mord an Berta Cáceres jährt sich heute

Am 3. März 2016 wurde die honduranische Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres in ihrem Haus...



Honduras: Delegationsreise vor den Wahlen 2017

Nehmen Sie an eine Beobachtung der Menschenrechte mit dem Honduras Forum Schweiz teil



Attentate und Ausweisung

Versuchte Attentate auf den Journalisten Felix Molina und Ausweisung einer Deutsch-Italienischen...



Artikel in der Zürichseezeitung

In der Zürichsee-Zeitung vom 27. April wird der Menschenrechts- beobachter Bernhard Erni und sein...



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