Vor dem Einsatz

Eine gute Vorbereitung für einen Einsatz ist Peace Watch Switzerland sehr wichtig. Diese gibt den Einsatzleistenden einerseits die notwendige Sicherheit, die Instrumente und das Wissen, um vor Ort gute Arbeit zu leisten. Andererseits lernt PWS die Freiwilligen kennen, bevor das Mandat für einen Einsatz erteilt wird. PWS trägt auch gegenüber den lokalen Partnerorganisationen und der einheimischen Bevölkerung der Einsatzregion die grosse Verantwortung, die zukünftigen BeobachterInnen gut vorzubereiten.

Ablauf:

1. Besuch einer Informationsveranstaltung und persönliche Vorbereitung

2. Kontaktaufnahme mit der/dem Projektverantwortlichen und Bewerbungsgespräch

3. Training

4. Abschluss Bewerbungsverfahren

5. Individuelle Vorbereitungen des Einsatzes

 

1. Informationsveranstaltung und persönliche Vorbereitung

Einem Einsatz mit PWS geht ein persönlicher Entscheidungsprozess voraus. Dazu gehört das Interesse für und die Auseinandersetzung mit der Thematik der Menschenreche, dem Kontext des Projektlandes und mit für die Einsatzregion spezifischen Themen wie z.B. die Landfrage, der Abbau von natürlichen Ressourcen oder der Friedensförderung von der Basis her. Die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten wie gute Sprachkennnisse, schriftlicher Ausdruck, Umgang mit sozialen Medien und die Bereitschaft, sich den Lebensbedingungen im Projektgebiet anzupassen, gehören ebenfalls dazu. Zwei Mal pro Jahr findet eine Informationsveranstaltung statt in Bern, Zürich und Genf. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist keine Vorbedingung für einen Einsatz, kann aber bereits erste Fragen klären

2. Kontaktaufnahme mit der/dem Projektverantwortlichen und Bewerbungsgespräch

Als zweiter Schritt findet ein erster Kontakt mit der/dem Projektverantwortlichen statt, um offene Fragen zum Projekt und Einsatz zu klären. Zu einem späteren Zeitpunkt findet bei bestehendem Interesse ein Bewerbungsgespräch statt.

3. Training

Das Training vor dem Einsatz bietet eine optimale Vorbereitung auf die Tätigkeit als MenschenrechtsbeobachterIn. Der effektive Schutz der Menschenrechte setzt Wissen und Bewusstsein über die Situation des Einsatzgebietes voraus. Vermittelt werden sowohl Hintergrundwissen als auch die Fähigkeit, sich in einer anderen als der eigenen Kultur zu bewegen und in soziale Interaktion mit der lokalen Bevölkerung und staatlichen Entscheidungsträgern (Behörden, Polizei, RichterInnen) zu treten. Für noch Unentschlossene können Einzelgespräche den Entscheid erleichtern, ob sie wirklich einen Einsatz leisten wollen und sich dafür geeignet sehen. Das Training kann helfen, Fragen wie "will ich dies?" oder "kann ich das?" zu beantworten. Die Teilnahme an einem Vorbereitungsseminar ist obligatorisch, verpflichtet aber die Freiwilligen noch nicht zu einem Einsatz.

4. Abschluss Bewerbungsverfahren

Das Training stellt den zweiten und letzten Teil des Bewerbungsverfahrens dar. Nach dem Training wird die Kandidatur definitiv akzeptiert, oder in seltenen Fällen abgelehnt.

5. Individuelle Vorbereitungen des Einsatzes

Unabhängig von den Trainings sollte sich jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer im Selbststudium weitere länderspezifische Kompetenzen und Fähigkeiten aneignen sowie, falls noch nicht vorhanden, Kenntnisse im Umgang mit Computer und Kommunikationsmedien (E-Mail, Mobile, Skype, Blogs etc.).

 
 

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