Voraussetzungen

  • Bereitschaft für einen Einsatz von mindestens 6 Monaten
  • Mindestalter von 23 Jahren
  • Physische und psychische Gesundheit und Belastbarkeit
  • Gute bis sehr gute Spanischkenntnisse
  • Teamfähigkeit
  • Erfahrungen in Lateinamerika von Vorteil
  • Anteil Eigenfinanzierung der Reise und des Aufenthalts (ca. Fr. 3’000.–)
  • Eigenverantwortung
  • Kranken- und Reiseversicherung sowie Impfschutz
  • Teilnahme am Vorbereitungstraining
  • Nachbereitung: Einsatzauswertung und Öffentlichkeitsarbeit
Mindestens sechsmonatiger Einsatz

Der Einsatz in Guatemala dauert mindestens sechs Monate. Zu Beginn erhalten die BeobachterInnen vom Team von ACOGUATE eine weitere, zehntägige Vorbereitung. Die Projektkoordination vor Ort entscheidet, in welcher Gegend die Freiwilligen eingesetzt werden. Der Beginn eines Einsatzes ist festgelegt (drei Mal jährlich). Während des Einsatzes reisen die Beobachtenden in verschiedene Dörfer und Städte einer bestimmten Region ("equipos regionales") oder sind in der Hauptstadt stationiert und realisieren von dort aus verschiedene Begleiteinsätze ("equipo móvil"). Das Team von ACOGUATE veranlasst regelmässige Retraiten, um die Begleitarbeit zusammen mit den Freiwilligen zu besprechen und zu reflektieren. Auch das Verfassen von Berichten sowie die Teilnahme an regelmässigen Teamsitzungen gehören zu den Aufgaben der Begleitenden.

Körperliche und psychische Belastbarkeit

Körperliche und psychische Belastbarkeit sind eine nicht zu unterschätzende Voraussetzung. Freiwillige leben in - aus europäischer Sicht - sehr einfachen Verhältnissen, sowohl hinsichtlich der Unterkunft als auch der Ernährung. Manchmal müssen die BeobachterInnen einige Stunden zu Fuss gehen, um an den gewünschten Ort zu gelangen. Die Einsatzleistenden befinden sich überdies in einem Konfliktgebiet.

Gute Spanischkenntnisse

Gute bis sehr gute Spanischkenntnisse sind notwendig für die Kommunikation mit den Einheimischen und den Autoritäten, mit den anderen Freiwilligen, mit den MitarbeiterInnen der Projektkoordination vor Ort und nicht zuletzt auch für die eigene Sicherheit und das Verständnis der meist komplexen Konfliktsituationen.

Eigenfinanzierung

Da Peace Watch Switzerland eine Organisation mit einem kleinen Budget ist, müssen die Freiwilligen ihre Einsätze selbst finanzieren. Je nach Saison muss mit Mindestkosten von 2500.– bis 3200.– Franken gerechnet werden, wobei der grösste Anteil auf das Flugticket entfällt. Die Lebensunterhaltskosten in den Einsatzgebieten sind um einiges tiefer als in Europa.

Nachbereitung - Einsatzauswertung

Die Einsatzleistenden verpflichten sich, an der von Peace Watch Switzerland organisierten eintägigen Einsatzauswertung teilzunehmen. Der Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden steht dabei im Mittelpunkt, Öffentlichkeitsarbeit und weiteres Engagement sind weitere Themen.

Öffentlichkeitsarbeit

Nach der Rückkehr aus einem Einsatzgebiet erwarten Peace Watch Swizerland und die vor Ort begleiteten Organisationen und Personen von den BeobachterInnen, dass sie ihre Erfahrungen und ihr während des Einsatzes angeeignetes Wissen in der Schweiz weitergeben: Sie schreiben Artikel in Zeitungen oder Zeitschriften, halten öffentliche Vorträge oder engagieren sich anderweitig. Die RückkehrerInnen leisten mit dieser Nachbereitung erstens einen wesentlichen Beitrag zur Sensibilisierung der Schweizer Öffentlichkeit für die Menschenrechtssituation in den Einsatzgebieten. Zweitens unterstützen sie PWS bei der Suche nach neuen MenschenrechtsbeobachterInnen und fördern so die Kontinuität des Projektes.

Eigenverantwortung

Die freiwilligen Menschenrechtsbegleitenden werden in ein Gebiet geschickt, in dem ein Konflikt herrscht. PWS und die Projektverantwortlichen vor Ort tun ihr Möglichstes, um die Freiwilligen gut auf ihre Aufgaben vorzubereiten und zu informieren. Die Situation in den einzelnen Konfliktregionen wird immer wieder evaluiert, um eventuelle Risiken so gering wie möglich zu halten. Der endgültige Entscheid, einen Einsatz zu leisten, und die Verantwortung dafür liegen aber letztlich bei den Freiwilligen selbst.

 
 

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